CMD Therapie Wuppertal

Behandlung und Diagnose bei Craniomandibulärer Dysfunktion

CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion

Bei der Craniomandibulären Dysfunktion (kurz: CMD) handelt es sich um eine Fehlregulation des Kauapparates, also eine Störung des Zusammenspiels von Kiefergelenken, Kaumuskeln und Zähnen. Dies kann zu vielfältigen Symptomen führen, deren Ursache man häufig zunächst nicht bei den Zähnen vermutet. In unserer MKG-Praxis-Klinik Wuppertal kennen wir uns gut mit der Craniomandibulären Dysfunktion aus und können Ihnen dabei helfen, Ihren Kiefer zu entspannen.

CMD Therapie Wuppertal

Symptome einer Craniomandibulären Dysfunktion

Die Symptome einer CMD können sehr unterschiedlich sein und nicht nur den Kiefer- und Mundraum betreffen – und das, obwohl primär das Kiefergelenk die Beschwerden verursacht. Patienten mit einer Craniomandibulären Dysfunktion leiden oft unter Zähneknirschen, Kiefergelenkschmerzen, Kiefergelenksknacken, Schmerzen beim Kauen oder einer eingeschränkten Mundöffnung.

Dazu kommen häufig auch Beschweren wie häufige Kopfschmerzen, Schmerzen der gesamten Gesichtsmuskulatur, Verspannungen der Rücken- und Nackenmuskulatur, Rückenschmerzen und Hüftprobleme. Auch Schwindelgefühle, Schnarchen oder Schlafstörungen können mit Kiefergelenksproblemen zusammenhängen.

Ursachen für Kiefergelenksprobleme

Eine Craniomandibuläre Dysfunktion ist nicht selten. Viele Menschen haben Probleme mit ihrem Kiefergelenk. Warum das so ist, ist einfach erklärt: Im Körper hängt alles zusammen, alles bildet ein großes und idealerweise gut funktionierendes Ganzes. Alle Strukturen sind miteinander verbunden. So hat auch der Kieferbereich, der aus einem komplexen und sensiblen System aus Nervensträngen, Bändern und Muskeln besteht, Auswirkungen auf andere Körperbereiche: den Kopf, die Mittelohren, die Halswirbelsäule und den Rücken. Ein zu hoher Druck auf dem Gebiss kann Beschwerden im ganzen Körper fördern.

Es gibt drei grundlegende Risikofaktoren, die als ursächlich für Kiefergelenksprobleme gelten:

  • Ursache Nr. 1 für Kiefergelenksprobleme: Zahnfehlstellungen

    Falsch angepasste Kronen/Füllungen, Zahnlücken oder Fehlstellungen von Zähnen sowie Ober- und/oder Unterkiefer: Stimmt der Biss nicht, können manche Zähne ungleich belastet werden. Die Kau-, Kopf- und Gesichtsmuskeln wollen die Position ausgleichen und verspannen sich. Hierin liegt die häufigste Ursache für CMD.

  • Ursache Nr. 2 für Kiefergelenksprobleme: Bruxismus

    Vor allem nachts beim Schlafen knirschen viele Personen mit den Zähnen oder pressen sie stark zusammen. Auf diese Weise nutzen sie sich schneller ab. Auf Dauer kann das einen unharmonischen Biss fördern. Bruxismus gilt so als ein weiterer möglicher Auslöser für Craniomandibuläre Dysfunktion.

  • Ursache Nr. 3 für Kiefergelenksprobleme: Stress sowie psychische/emotionale Belastungen

    In der heutigen Zeit mit ihren steigenden Anforderungen und der ständigen Erreichbarkeit stehen viele Personen unter starkem Stress. Durch diesen Druck können nachts große psychische und emotionale Belastungen auf einer Person abgeladen und oft unbewusst an das Kausystem weitergegeben werden. Durch Zähneknirschen und -pressen wird der Stress verarbeitet – kann aber zu einer falschen Bisslage führen.

Mögliche Folgen unbehandelter Kiefergelenksprobleme

Viele Patienten wissen gar nicht, dass sie unter CMD leiden. Beschwerden wie z. B. Verspannungen und Kopfschmerzen verbinden sie in erster Linie oft nicht mit dem Kiefergelenk. Scheut eine Person den Gang zum Spezialisten oder bleibt die CMD unentdeckt und damit lange Zeit unbehandelt, ist das Risiko für chronische Schmerzen erhöht. Das bedeutet, dass die Person ein chronischer Schmerzpatient werden kann. Das führt wiederum dazu, dass die Behandlung und Genesung erschwert sein kann.

Außerdem kann es zu starken Gelenkleiden, Knorpelschwund und Arthrose im Bereich des Kiefergelenks kommen. Eine weitere mögliche Folge: die Craniozervikale Dysfunktion (CCD), bei der sich die Nackenmuskulatur verkürzt. Mit diesem Befund können mitunter starke Schmerzen einhergehen.

Therapiemöglichkeiten bei CMD

Eine Craniomandibuläre Dysfunktion lässt sich nicht nach dem berühmten „Schema F“ therapieren. Jeder Patient benötigt eine individuell auf ihn abgestimmte Behandlung. Es gibt grundsätzlich unterschiedliche Möglichkeiten, mit denen Kiefergelenksprobleme behandelt werden können. In manchen Fällen bietet es sich auch an, diese zu kombinieren.

In unserer Praxis in Wuppertal beraten wir Sie nach einer ausführlichen Diagnostik gerne dazu, welche Methode/n in Ihrem Fall geeignet ist/sind. Folgende Therapiemöglichkeiten stehen – auch in unserer Praxis für MKG-Chirurgie in Wuppertal – zur Verfügung:

  • Knirscherschiene

    Die Behandlung mit der Knirscherschiene ist eine gute Möglichkeit und das „State-of-the-Art“-Verfahren zur Behandlung der CMD und der Probleme, die sie verursacht. Die Schiene ist herausnehmbar und soll v. a. nachts getragen werden. Auf diese Weise werden die Zähne vor den Auswirkungen des Zähneknirschens und Zähnepressens geschützt. Durch die tägliche Anwendung der Knirscherschiene fühlen sich die meisten Patienten bereits besser.

  • Aufbissschiene

    Eine zweite Variante der Schienentherapie ist die sog. Aufbissschiene. Sie wird verwendet, falls sich die Kaumuskulatur durch die Benutzung der Knirscherschiene nicht spürbar entspannen sollte. Die Aufbissschiene schützt nicht nur, sondern wirkt gleichzeitig therapeutisch. Sie berücksichtigt die Lage des Unterkiefers und bringt ihn sanft in eine neue Position. So lässt sich das Kiefergelenk in vielen Fällen entlasten. Die überaktive Kaumuskulatur lässt sich mit der Aufbissschiene beruhigen.

  • Physiotherapie/Osteopathie

    Bei der Behandlung von Kiefergelenksproblemen haben sich auch Physiotherapie und Osteopathie bewährt. Die jeweiligen Therapeuten haben ein besonderes Augenmerk auf die Gelenkmechanik, die Muskelfunktion und die Koordination der Kieferbewegungen. Ausgehend von ihren Analysen, können sie von CMD betroffene Gelenke mobilisieren. Dazu gehören aktive Übungen, die von den Patienten auch daheim fortgeführt werden sollten, sowie auch passive Techniken. Hilfreich können auch Kälte- und Wärmeanwendungen sein. Auch mit Dehnübungen wurden schon viele positive Ergebnisse erzielt.

  • Medikamente

    Durch zeitweisen Einsatz können auch bestimmte Schmerzmittel und entzündungshemmende sowie muskelentspannende Medikamente die CMD-Therapie ergänzen. Die Arzneimittel können akute Schmerzen lindern und zur Entspannung der verkrampften Muskeln führen. Sie können so die funktionstherapeutische Behandlung unterstützt.

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